Montag, 19. Oktober 2015

Mein grosser Traum – einmal anders gesehen

Im August 2013 habe ich beschlossen,  wieder einmal einen Marathon zu laufen. Aber das ist keine Kleinigkeit: Aufwand, Körperverfassung, Kosten… Wird das mein letzter Marathon sein? Wenn ja, so möchte ich aufs Ganze gehen: ich entschied mich für den NYC-Marathon.
Der New York City Marathon ist einer der wichtigsten und bekanntesten Marathons weltweit. Das erste Rennen fand am 13. September 1970 statt. 2012 wurde die Veranstaltung angesichts des Supersturms Sandy das erste Mal abgesagt, weshalb  dieses Jahr (2015) der 45. und nicht der 46. New York City Marathon stattfindet.
Das Leben eines Amateur-Sportlers ist eine Herausforderung. Er muss seine sportliche Aktivität neben allem anderen bewältigen und während der ganzen Vorbereitungszeit durchhalten. Und es soll auch noch Spaß machen.
Als ich mich im Oktober 2014 für den Marathon 2015 anmeldete, hatte ich die Idee, den Zieleinlauf als Resultat eines ganzen Projektes anzusehen und meine Kenntnisse über den Laufsport dort in der Praxis umzusetzen. Ein solches Projekt mit mehreren Zwischenzielen, Bedingungen, Aktivitäten und Risiken ließ sich dabei am Besten in einer Mindmap darzustellen.

Exkurs Mindmapping

Warum kann Mindmapping mir helfen? Ist es wirklich effizient? Wenn ja, warum? Auf diese Fragen kann man ohne zu zögern antworten: JA, Mindmapping ist eine effiziente Methode für vielfältige Aufgaben.
Mehrere Studien, insbesondere die von Linda Kreger Silverman, Psychologie-Professorin an der Universität von Colorado, bezeugen, dass das Sehen die vorherrschende Sinneswahrnehmung der meisten Menschen ist. Das bedeutet, dass die zumeist wortbasierte Informationsdarstellung nicht wirklich den Anforderungen der Mehrheit der Bevölkerung entspricht.
Mindmapping ist eine der seltenen Methoden, die beide Gehirnhälften anspricht und derart viele Sinne gleichzeitig anspricht: Mit ihrer radial-hierarchischen Struktur, seinen Farben und Bildern. Die Mindmapping-Methode nutzt Schlüsselwörter, Assoziationen und Beziehungen zwischen Ideen oder Konzepten und stimuliert dadurch auch die auditive Wahrnehmung und die verbale Intelligenz. Wenn Sie eine solche Mindmap oder Wissenslandkarte erstellen oder die Zweige mit Ihrem Finger verfolgen, benutzen Sie sogar Ihr Körpergedächtnis (Kinetik). Mindmapping nutzt  auch eine weitere wichtige Hauptfunktion unseres Gehirns: die Assoziation.
Wir assoziieren ununterbrochen Gefühle, Erinnerungen und Ereignisse. Das Gedächtnis funktioniert mittels Assoziationen, indem es Verbindungen zwischen neuen Begriffen und bereits Erworbenen aufbaut. Auf diese Weise erwerben und erweitern Sie Ihr Wissen: durch das Verbinden des Neuen mit dem Alten.
Mindmapping erlaubt den globalen Blick über eine Situation, ein Problem oder ein Konzept und gleichzeitig die Sicht auf die darunterliegenden Details, die Einzelteile und deren Verbindungen.
Hierarchische Strukturen und Schlüsselwörter, aktivieren linke Gehirnhälfte, das rationale, sequentielle Gehirn der Logik und Zahlen. Verwendete Farben und Zeichnungen sprechen die rechte Gehirnhälfte der Intuition, Sensibilität, Empfindung und des Ästhetik-Bewusstseins an.
In einem Wort: Mindmapping ist deshalb so effizient, weil es die verschiedenen Bereiche unseres Gehirns und deren verschiedene Funktionsweisen durch Assoziation und Zusammenarbeit in Anspruch nimmt.
Mit MindManager habe ich schließlich eine Software gefunden, mit welcher ich Mindmaps elektronisch darstellen und sogar noch weitere Komponenten im Projektmanagementbereich nutzen kann. Nicht zu unterschätzen die Integration zu anderen bekannten Programmen.

Mein Projekt NYC-Marathon in MindManager

Ein Ziel ist klar definiert, realistisch, hat einen Verantwortlichen, muss genügend Ressourcen / richtige Mittel für die Realisierung zur Verfügung haben und beinhaltet einen Aktionsplan zur dessen Erreichung. Start -> Analyse -> Vorbereitung -> Realisierung ->  Abschluss -> Nachbearbeitung.
In der Praxis sieht mein Ziel so aus:
  • Klar definiert: Den New York City Marathon am 1. November 2015 zu laufen
  • Realistisch? Ja! Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind: Verantwortung – Mittel und Ressourcen
  • Verantwortung: Die Verantwortung trägt der Sportler selbst, also in diesem Fall: Ich.
Und so begann ich auch mein umfangreiches Projekt mit MindManager abzubilden. Unter anderem die Theorie des Laufsports, die Finanzierung des Projektes mit einer Crowdfunding Plattform, Risikomanagement, Trainingsmanagement, Blog-Einrichtung, usw.
Nun stelle ich die Map der Öffentlichkeit zur Verfügung, denn teilen ist mein oberstes Ziel! Und wer weiß, die Finanzierung des Projektes ist noch nicht ganz abgeschlossen: Sie können sich hier immer noch beteiligen:  http://www.100-days.net/de/projekt/nyc-marathon


Ich stelle gerne diese Mindmap zur Verfügung - Privat Nachricht auf 

Donnerstag, 13. August 2015

Die Riesenlüge bei Laufschuhen


Hallo liebe LeserInnen
Schon lange nichts mehr hier geschrieben… Die Zeit dafür wurde einfach weniger.

Immer wieder, höre ich die gleichen Sachen, und bitte: Schluss mit der Dämpfungslüge! Jeder Läufer kennt die Beratung im Sportladen: „Für ein Marathon? Da haben Sie die idealen Laufschuhe mit viel Dämpfung“…
Die Sportschuhe mit Dämpfung verfügen über eine breite und/oder erhöhte Sohle mit einem Dämpfungssystem (entweder durch Luft, Federung oder eine andere „Technologie“). Sie haben den Markt in den letzten (etwa) 30 Jahren beherrscht.
Diese Dämpfungssysteme werden üblicherweise als besonders effektiv vermarktet, wenn es darum geht, die Belastung durch unser Gewicht beim Laufen abzufedern und sie gewährleisten eine höhere Position der Ferse im Vergleich zur Fußspitze.
Im Laufe der Jahre kamen jedoch verschiedene Studien zu dem Schluss, dass ein hoher Anteil an Läufern sich weiterhin ständig verletzt.
So gab es Schätzungen, dass sich zwischen 30% und 75% der Freizeitläufer durchschnittlich einmal pro Jahr verletzen (van Mechelen und Van Gent et al.), wobei die Knie am häufigsten betroffen sind (bei 42%).
Bedauerlicherweise ist ein Grossteil dieser Verletzungen auf eine Riesenlüge bei Laufschuhen zurückzuführen − eine Lüge, die von den meisten Läufern geglaubt und andauernd wiederholt wird.

Da fehlen noch 1 Paar Asics und 2 Paare Boston Boost

Die Riesenlüge bei Laufschuhen

Der Hauptgrund, wieso die meisten Läufer traditionelle Sportschuhe verwenden, ist Folgender: Sie sind der Meinung, dass die extra Dämpfung zu weniger Verletzungen führen kann, da so die Wucht der Stossbelastung auf die Beine abgefedert wird.
Daher tragen die Läufer weiterhin Sportschuhe mit stark erhöhten Sohlen, nach dem Motto „mehr Dämpfung, mehr Schutz und weniger Verletzungen“.
Dennoch verletzt sich eine hohe Anzahl an Läufern weiterhin und − auch wenn es überraschend sein mag − ein Grund hierfür ist die Riesenlüge „bei mehr Dämpfung weniger Verletzungen“.
Obwohl viele diese Lüge wiedergeben, wissen nur wenige, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg gibt, die diese Behauptung untermauern.
Um dies aufzuzeigen, gibt es zwei äusserst interessante Studien zum Thema Laufen und Laufschuhe, die ich hier gerne vorstelle:
1.- Ist Ihre Verordnung von Laufschuhen für lange Strecken wissenschaftlich abgesichert? (Richards et al.)
Im Rahmen dieser Studie haben Forscher eine Vielzahl an Daten aus wissenschaftlichen Forschungen analysiert und versucht, Belege dafür zu finden, dass eine bessere Dämpfung zu weniger Verletzungen führen kann. Sie konnten jedoch keine einzige Veröffentlichung finden, die beweist, dass traditionelle Sportschuhe geeignet sind, das Auftreten von Verletzungen bei Läufern zu verhindern oder zu verringern.
Daraus schlossen die Forscher Folgendes: „...wenn wir diese Erkenntnis anerkennen, dann müssen wir feststellen, dass wir über 20 Jahre lang eine Therapie ohne nachgewiesenen Nutzen verschrieben haben...“.
Weitere wichtige Fakten, die sich aus der Untersuchung ergeben haben:
– Die Belege dafür, dass das Laufen auf harter Oberfläche zu einem Anstieg der Stossbelastung und/oder einer Zunahme der Verletzungshäufigkeit führt, sind dürftig.
– Die Fähigkeit der Dämpfungssysteme, Stossbelastung abzufedern oder die Verletzungshäufigkeit zu verringern, wird ebenso bezweifelt.

2.- Umfrage zum Barfusslaufen: wissenschaftliche Belege
Die Universität Virginia hat eine Umfrage mit 10 Fragen zum Thema Barfusslaufen oder Laufen mit minimalistischen Sportschuhen entwickelt. 509 Teilnehmer, die mit minimalistischen Sportschuhen (mit verringerter Dämpfung) oder barfuss laufen, beantworteten die Umfrage.
Folgende Ergebnisse der Studie, neben anderen sehr interessanten Schlussfolgerungen (die du hier durchlesen kannst), sollten besonders betont werden:
– 64% der Läufer erlitten keine neuen Verletzungen, nachdem sie anfingen, mit minimalistischen Sportschuhen oder barfuß zu laufen.
– 69% der Läufer, die an der Studie teilgenommen haben, erholten sich von früheren Verletzungen, als sie anfingen, minimalistische Sportschuhe zu tragen oder barfuss zu laufen.

Schlussfolgerungen

Ausgehend von der Analyse beider Studien, können wir folgende Schlussfolgerungen ziehen:
– Es gibt keine Belege dafür, dass Sportschuhe mit Dämpfung dazu beitragen, dein Verletzungsrisiko beim Laufen zu verringern.
– Das Tragen minimalistischer Sportschuhe oder Barfusslaufen, führt nicht zu einem Anstieg deines Verletzungsrisikos und kann dir womöglich sogar dabei helfen, dich von Verletzungen zu erholen.
Das soll jedoch nicht heissen, dass Sportschuhe mit Dämpfung alleine an allem schuld sind (auch wenn sie negative Folgen haben können) und dass das Tragen minimalistischer Sportschuhe oder Barfusslaufen die Lösung für deine Verletzungen ist.
Aufgrund dieser beiden Schlussfolgerungen können wir hingegen feststellen, dass Sportschuhe nicht der entscheidende Faktor sind für eine Erhöhung und/oder Verringerung deines Verletzungsrisikos.
Daher empfehle ich dir, einen anderen Schuldigen für deine ständigen Verletzungen zu suchen. Und wenn du eine korrekte Analyse vornimmst, wirst du womöglich bemerken, dass du selbst der Hauptverantwortliche bist, denn Verletzungen durch Überbelastung, falsches Training oder eine fehlerhafte Lauftechnik, sind wesentlich wichtigere Faktoren, als die Schuhe, in denen du läufst.
Die Laufschuhe sind nicht der entscheidende Faktor für eine Zunahme und/oder Verringerung deiner Verletzungen.

Was machen wenn du schon Laufschuhen mit „viel Dämpfung“ hast?

Empfehlung 1: lauf ab und zu Barfuss oder mit minimalistische Laufschuhe um deine Fussmuskulatur zu trainieren.
Empfehlung 2: Wer mit Laufschuhe mit grosse Dämpfung lauft, tendiert mehr auf dem Ferse zu landen. Versuch kürzere Schritte zu machen und achte auf eine goldene Mitte bei der Fusslandung. Du kannst selber auch mit den Beinen mehr federn, damit deiner Muskulatur vollständig übt und nicht den Schock dieses blöden Dämpfungsmaterials überlässt.
Empfehlung 3: Goto wieder Empfehlung 1



– Incidence and determinants of lower extremity running injuries in long distance runners: a systematic review (Van Gent et al)
– Is your prescription of distance running shoes evidence based?  (Richards et al)
– Running injuries. A review of the epidemiological literature. (Van Mechelen)




Dienstag, 19. Mai 2015

Erste Verletzung nach 18 Monate (Teil 2)

Link - Teil 1 

Auf den Körper hören

Nachdem das linke Bein schnell und erstaunlich geheilt war (eine Zerrung heilt nicht so schnell), habe ich eine Verhärtung vermutet. Ein kurz Besuch beim alten Kolleg Physiotherapeut, konnte es bestätigen. Nun wurde aber festgestellt, dass eine sehr starke Anspannung der Bein-Muskulatur vorhanden war.

Was ist den falsch gelaufen? Ich bin nicht übertrainiert? Ich habe meine Trainings mit Vorsicht durchgeführt. Nachdem ich später (eine Woche danach) wieder die gleiche Beschwerden am rechten Bein spürte, habe ich hartnäckig gefragt: die plausibelste Erklärung kam vom Profisportler beim Seminar der Reiseveranstaltung für die gebuchte Reise nach New York City (Marathon): es handelt sich um eine Muskel-Anspannung. Wenn Muskeln beim Wachsen, mit einer zu kleine Hülle konfrontiert sind, verhärten sie. Die Faszien sind angespannt und lassen keine Elastizität zu oder Platz für den wachsenden Muskel zu. Also, sofort Heilungsmethoden auf dem Plan rufen: Muskel kneten, Anspannung loswerden (Sauna-Kneipen, Wellness, Massagen)

Aber die Beschwerde am rechten Bein ist hartnäckig gewesen. Es hat mir dann gereicht und bin zum Arzt gegangen:

Zum Glück habe ich als Ziel ein Marathon zu rennen. Denn durch meinen Willen, so schnell wie möglich, alles wieder in Ordnung zu bringen, um wieder trainieren zu können, bin ich hellhörig geworden. Hellhörig auf Alarmsignale meines Körpers. Hätte ich kein Ziel, wäre ich lange nicht zum Arzt gewesen und hätte sich das Problem verschlimmert.

Arzte, Psychologen und Therapeuten warnen immer wieder: Stress macht krank! Damit es nicht zu psychischen oder physischen Schäden kommt, müssen wir auf die Alarmsignale unseres Körpers hören. Stress wird durch sogenannte Stressoren ausgelöst: Spezifische äussere Reize rufen psychische und physische Reaktionen hervor. Ich trage momentan sehr viel Beruflich, Privat und ich als Person. Zu viel und seit lange. Das hat Einfluss auf mein Körper. Wir haben mit dem Physiotherapeut die physische Quelle der Beschwerden gefunden: der Rücken. Mein Rücken ist so angespannt und fühlt sich wie Stein. Der Physiotherapeut ist sogar verschrecken. Die Konsequenz ist eine Verdrückung der Nervenbahnen: Ischias Nerv ist sehr angespannt. Beim Dehnen der Beinmuskulatur, fühle ich es bis zu den Fusssohlen. Also dann, bei mir ist es 95% das Nervensystem. 5% ist eine Anspannung der Muskulatur. Die Schmerzen kommen aus dem Nervenbahnen. Wir haben sofort Therapien eingeleitet: Physio Bewegungen um Blockaden zu lösen (Osteopathie?) und lokale Elektrotherapie. Ich hoffe, ich bin jetzt auf dem richtigen Weg und kann bald wieder Trainieren.
Mir bleibt noch die schwierige Aufgabe die psychische Belastung und Stress zu reduzieren. Ich werde mich dort umorientieren und andere Optimierungen vornehmen müssen und werde jede Hilfe in Anspruch nehmen. Also ich lese eure Empfehlung gerne nach!


Freitag, 8. Mai 2015

Erste Verletzung seit 18 Monate


Verletzungsanalyse

Hier geht es ganz klar um Müdigkeit. Was macht einen Muskel, wenn er müde ist? Logischerweise nach Regeneration und ebenso nach Ruhe schreien. Also, wie überall in den Sportfachschriften zu lesen ist, eine Abwechslung zwischen Training (Kraft, Technik, Ausdauer), Regeneration und Pausen ist sehr sinnvoll. Eine Kontinuität und Dosierung der drei Phasen ist ebenfalls von hoher Wichtigkeit, wenn ein Sportler sich verbessert will.

Erste Zeichen, dass Muskel müde sind

Wenn Muskel sich nicht mehr locker oder geschmeidig anfühlen, also wenn die beginnen hart zu sein und auch so bleiben, dann sind die nicht erholt. 

Art von Muskelverletzungen, vom leicht zu schlimm

Muskelkrampf - Muskelkater - Muskelverhärtung - Überdehnung (oft bei Muskelansatz) - Muskelprellung -Muskelzerrung - Muskelfasenriss - Muskelriss

Aber was habe ich denn geholt genau? Beschreibung: beim Start eines Volkslauf (26. April) habe ich die Beine schon gespürt, wie die sich sehr müde anfühlten (Harte Muskel mit leicht Schmerz). Die Distanz zum Rennen wäre 10 Meilen (16km). Nun habe ich mir gedacht, ich wärme die Muskulatur während der ersten km. Nach 3km, folgte ich schon einige ehrgeizige Läufer, habe ich das Wärmen vergessen? Gruppendynamik hat manchmal negative Folgen. Beim km 4 habe ich ein lokales erhöhtes Schmerz (Mitte vom Semitendinosus?), Oberschenkel, hinten. 5.km hat es wie gezwickt. Um es nicht schlimmer zu machen, habe ich hier den Lauf aufgegeben.

Wichtig

Wenn so etwas antritt, muss man folgendes machen:
1) Kühlen und stabilisieren
2) So früh wie möglich schauen, um was genau für eine Verletzung es sich handelt (nach Gefühl war bei mir zwischen Zerrung und Verhärtung). Es ist wichtig, denn die Unterstützung für den Heilungsprozess sieht von Verletzung zu Verletzung anders aus.
3) Heilungsprozess aktiv mit der richtigen Methoden unterstützen

Geduld

Warten ist etwas für Läufer sehr schwierig. Aber jede Verletzung hat ihr Heilungsdauer.
Muskelkrampf - Minuten, Sekunden, kommt von der Intensität darauf an
Muskelkater - 2-4 Tage
Muskelverhärtung - 1-3 Wochen
Überdehnung (oft bei Muskelansatz) - Muskelprellung -Muskelzerrung - 4-8 Wochen
Muskelfaseriss - 5-10 Wochen
Muskelriss - 3-6 Monate? einfach sehr lange

Hilfe beim Heilungsprozess

Es gibt durchaus Methoden. Im Profibereich extreme Methoden, weil Warten bedeutet Geldverlust. Mit Enzymen, Medizin, Schmerzmittel, ... Diese Methoden lassen auch bleibende Schäden, die sich später melden...
Ich empfehle eine Mischung von Warten und Hausmittel. Keine falsche oder fehlerhaften Beratungen befolgen (also, es sollen Profis oder Fachartikeln sein...denn das ist dein Körper und deine Gesundheit) 

Vorbeugen
Ich rate bei jeden Körperzeichen zur Entlastungsmöglichkeiten zu greifen: Massage, Wellness, Sauna mit Kneipen oder so etwas. Am besten auch Regenerationszeit verlängern und Pausen einlegen. Es wird sehr viel in Internet darüber geschrieben. Also, zusammengefasst: 
a) Richtige Dosis beim Training, richtige Technik lernen, 
b) gute Regeneration und Pausen einführen, 
c) Mental stark bleiben, ausgeglichenes Leben führen (nicht so leicht)
d) goto a)

Dienstag, 5. Mai 2015

"Wings for Life World Run 2015" Begeisterung und Enttäuschung

Soeben gehört den Lauf "Wings for Life World Run 2015" der Vergangenheit

Trotz Verletzung am linken Oberschenkel bin ich unglaubliche 16.66 km gerannt. Nach 5km mit Tempo 7km/Minute ist meinen verletzten Muskel warm geworden. Ich spürte während ca. 7 km kein Schmerz und konnte mein Tempo beschleunigen. Nun beim 12. km ist ein Zwicken und dann leichten Schmerz zurückgekommen. Das Catch-Auto überholte mich nach dem 16. km.

Begeisterung!

Ich werde am 8. Mai 2016 wieder dabei sein. Ich habe schon mein Startplatz vorreserviert. Ein Lauf, wo die Ziellinie immer hinten ist, ist sehr speziell. Die Leute rennen anders. Den Zweck ist auch super: 100% des Startgeldes fliesst in die Rückenmarkforschung. Man hat das Gefühl, man rennt noch für jemand anders, jemand das dieses Geld nötig hat. Es ist während des Events spürbar, spezielle Atmosphäre. Organisation und auch Webseite, usw. sind auch gut und interessant gemacht. Ich hatte meinen Spass und bin Stolz dabei gewesen zu sein.

Enttäuschung...

Schon letztes Jahr bin ich "schockiert" gewesen. Es handelt sich um eine karitative und konkrete Aktion, die Weltweit durchgeführt wird, in 35 verschiedenen Städte. In 2015, dieses Jahr, waren es nur 73'360 Läufer. Also, läppische 2100 Läufer pro Stadt. Nun wird auch per Mail folgendes gesendet:

Gemeinsam haben wir die unglaubliche Spendensumme in Höhe von 4.2 Millionen Euro gesammelt. 

Entschuldigung... SO WENIG!!!

Als Erinnerung, heute in der Presse:
Die UBS hat im ersten Quartal einen Reingewinn von 1.977 Mrd CHF gemacht. -->  In ein Vierteljahr macht die UBS 470 Mal die Spendesumme.

Im ersten Quartal 2015 hat die SNB Wechselkursverluste von nicht weniger als 41.1 Mrd CHF gemacht! Also in ein Vierteljahr fast das 10'000 Fach der Spendesumme verpulvert.

Weitere Beispiele:
Ein F/A 18 Super Hornet kostet 20 Mal die Spendesumme 2015. Preis pro Cruise Missile: 1.3 Millionen Dollar. Die ferngesteuerten Marschflugkörper wie die "Tomahawk" werden von Zerstörern, U-Booten und B-52-Bombern aus gestartet und verfehlen ab und zu ihr Ziel. Im Golfkrieg wurden 332 eingesetzt. Übrigens, das war nur ein Bruchteil dessen, was in 43 Tagen Krieg verpulvert wurde. Allein die Raketen, Bomben und Granaten kosteten über 2.7 Milliarden Dollar. Es gibt Leute die sagen, es war nötig für die Welt. Ist das heute gelöst? Aktuell gibt es auf der Welt ca. 20 solchen Kriege. Nötig für die Waffenindustrie.

Ich habe schon bereits die Dimensionen und Verhältnisse verloren

Ich denke, wir können nicht vergleichen. Oder doch?

Darf ich hiermit ermutigen, sich schon für den Lauf 2016 anzumelden? Ob 1, 2, 3.5, 16 km oder mehr als ein Marathon laufen, ist egal --> Dabei sein, ist wichtiger! Einfach einmal für ein guten Zweck gemeinsam etwas Sport treiben.




 


Sonntag, 3. Mai 2015

Einen Lauf verletzt absolvieren? Wingsforlifeworldrun!



Seit letzten Sontag kann ich nicht laufen.

Am wunderschönen Aargauer Volkslauf habe ich mich leider verletzt. Ich hoffe es wird die einzige Verletzung dieses Jahr :-D

Welche Verletzung habe ich mich zugefügt, und was muss ich präventiv machen?

Die Büromenschen haben die Muskel der Beinen sehr schräg drauf; wenn man nicht die Sitzhaltung irgendwie regelmässig mit gezielten Dehnungen und Muskelstärkungen korrigiert. Wer macht eben etwas regelmässig und mit Kontinuität? Eben, sicher nicht ich... leider ... ICH MUSS DAS ABER LERNEN ...

Gerne werde ich hier in diesen Blog berichten, was man tun muss. Aber diesen Beitrag widme ich an ein etwas speziellen und unikum Lauf, der www.wingsforlifeworldrun.com

Ich bin dabei

Nun werde ich halt leicht trotten, spazierenlaufen, gemütlich geniessen. Mehrere Hundertausende Laufer starten gleichzeitig auf der ganzen Welt!!! Die Ziellienie ist stets hinter dir. Sie kommt von hinten zu dir und du kannst die Distanz laufen die du kannst! Letztes Jahr bin ich ca. 23 km gelaufen. Dies Jahr rechne ich, mit Verletzung, ca. 5km.

Hauptsächlich dabei!

Dienstag, 17. März 2015

Run, Greg, run! Aber bitte vernünftig.

Im Moment bin ich ein bisschen angeschlagen und habe mir eine kleine Verhärtung am "Biceps Femoris" eingeholt. Es war Sonntag: ich habe nicht genug gewärmt. Nun sollte ich wirklich alles was ich schon in Bezug auf Running-Verletzungen den letzten Jahren gelernt habe, endlich für mich anwenden. 

Run, Forrest run

Ohne Zweifel müsste Forrest Gump einer der beliebtesten und bekanntesten Läufer der Welt sein. 

Forrest Gump
 
Der berühmte Satz: „Lauf, Forrest, lauf!” (Run, Forrest, run) wird gewöhnlich in vielen verschiedenen Zusammenhängen angewendet, und es gibt wenig Läufer, denen dieser Satz während des Laufens nicht zu Ohren kam.

Ausser dass es ein hervorragender und unterhaltsamer Film ist, kann man von ihm Lektionen ziehen, die ein Läufer für das Leben, Übungen und Läufe anwenden kann.

Wenn du den Film gesehen hast und dir dieser wie mir gefallen hat, kann man folgenden fünf Lektionen finden, die ein Läufer von Forrest Gump lernen sollte.

Lektion Nr. 1

Eine der grössten Lektionen, die Forrest Gump von seiner Mutter lernt, ist, dass das Leben wie eine Schachtel Pralinen sei, man wisse nie, was man bekomme.

Dieses Konzept ist einfach, klar und perfekt auf Läufe anwendbar. 

So kann den Satz auf folgende Weise angepasst werden: „Ein Lauf ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiss nie, was man bekommt.“

In einem Lauf ist es nie möglich, ein Ergebnis vorwegzunehmen, da es neben dem Trainieren und für das Wetteifern vorbereitet zu sein externe Faktoren gibt, die unmöglich zu kontrollieren sind (das Klima, die Gegner, etc.). 

Lektion Nr. 2

Einer der berühmtesten Sätze, die wir hören, wenn wir Forrest Gump anschauen, lautet: „Shit happens.“ Dies bedeutet, dass schlechte Dinge manchmal absolut grundlos passieren.

Beim Laufsport ist es gut, Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen zu vermeiden und gesund zu bleiben, aber es ist auch richtig, zu akzeptieren, dass schlechte Dinge passieren, auch wenn man alle Vorkehrungen trifft, um dies zu verhindern. Das passiert einfach manchmal.

Lektion Nr. 3

Eine der hervorstechendsten Szenen des Films ist, als sich Forrest ohne ersichtlichen Grund dazu entschliesst, rauszugehen und um die Welt zu laufen. 

Nachdem er aus diesem Grund eine „Berühmtheit” wird, fragen ihn die Journalisten nach den Gründen, warum er ohne zu stoppen läuft. Forrest antwortet mit absoluter Einfalt: „Ich hatte Lust, zu laufen.“

Ohne Zweifel fällt es vielen Leuten schwer, zu verstehen, warum wir Tag für Tag laufen gehen und sie bitten gewöhnlich nach Erklärungen.

Anstatt uns mit abgefertigten Antworten das Leben schwer zu machen, zeigt uns Forrest, wie man eine klare und unwiderlegbare Antwort gibt: „Ich laufe, weil ich darauf Lust habe.”   

Lektion Nr. 4

Nach Jahren des Laufens durch verschiedene Städte in den Vereinigten Staaten entschliesst sich Forrest, zu stoppen und mit dem Laufen aufzuhören. Und als er gefragt wurde, warum er diese Entscheidung getroffen habe, antwortete er einfach: „Ich bin müde, sehr sogar. Ich glaub, ich geh wieder nach Hause.”

In der Einfachheit dieser Wörter gibt es eine grosse Lektion für einen Läufer. Wenn man müde ist und man spürt, dass die Beine träge sind und nicht mehr können, kann man das Training beenden und nach Hause gehen.

Es ist klar, dass man dafür intelligent sein und wissen muss, wann der Zeitpunkt gekommen ist, aufgrund der Erschöpfung zu stoppen, und an dem merkt, das die Müdigkeit, die man fühlt, eher mental als körperlicher ist.

Lektion Nr.  5

Wahrscheinlich ist jede Person, die diesen Film gesehen hat, über die ganzen persönlichen Errungenschaften und die bei der Arbeit überrascht, die Forrest Gump in seinem Leben erreicht hat.

Ohne Zweifel ist eine der grössten Lektion dieses Films, dass es nicht wichtig ist, wenn niemand an deine Fähigkeiten glaubt. Mit Mühe und Hingabe kann man alles erreichen.

Quelle: Forrest Gunp, eben

Mittwoch, 11. März 2015

Komischer Typ am einkaufen

Ich bin daran mein Pensum zw. 35 und 40 km pro Woche aufrecht zu erhalten. Das klappt ohne zuviel Müdigkeit... Toll!
Ich renne zurzeit Abends in Basel. Ich laufe so gegen dem Schluss in der Nähe des Hauptbahnhofs um zu entscheiden, nach Korperverfassung, ob ich hier das Training beende oder weitere 3-5 schnelle km einbaue.

Bahnhof SBB Basel


Nun passe ich natürlich auf, ich möchte nicht übertrainieren und entscheide ich mich oft für ein kurz Einkaufstour am Bahnhof. 

Ich habe immer mein öV-Abo und KKarte dabei. So kann ich mit dem Tram, Bus oder Zug nach Hause zurückfahren, ab den Moment wo mein Körper Stopp sagt; und es kann überall sein. Mit der Karte vermeide ich natürlich Bargeld mitzunehmen und das Münzen-Lärm bei jeden Schritt.

Ich finde einen Bahnhof-Stopp immer super, da gehe ich in Supermärkten und kaufe ein paar gesunde Produkte um direkt meinen Verlust an Kohlenhydrate und Eiweiss zu kompensieren.

Aber, Warum schauen mir die Leute so intensiv und fast unverschämt an? Ich habe mir gedacht, ok: ich platze da, Mitte der ganze Kundschaft in Laufklamotten und total verschwitzt... Na gut, ich bin trotzdem nicht so auffällig neben alle andere gestresste Kunden mit voller Einkaufswagen... Aber trotzdem, es ist mir schon letztes Mal aufgefallen: das Sicherheitspersonal folgt mir bis ich draussen bin und die Kassiererin schaut mir mit grossen Augen.

Als ich aber heute vor geschlossenen Glastür stand habe ich endlich verstanden. Nächstes Mal, versuche ich nicht zu vergessen, vor das eintreten im Laden, meine rote blinkende LEDs am Rücken und vor allem meine blendende weisse Stirnlampe auszuschalten.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Fastnacht isch vrby, jetz isch faschte bis z'Oschtere

Fastnacht kCalorien

Bratwurst = 283 kcal
Kalbsäberli Madère (200g) = 300 kcal
Klöpfer (120g) = 360 kcal
Brots reguläre Scheibe =70 kcal
Mehlsuppe+ geriebene Käse = 400 kcal
Chäswähe (1 Stück) = 257 kcal
Zwiebel-Chäswähe ( 100g) = 220 kcal
Bier (350 ml) = 120 Kcal
Cola (330 ml) = 139 kcal

10 km à 11 km/h für ein 90kg Mensch = - 990 kcal in 55 Min, 
also eine Bratwurst, 2 Scheiben Brot, 2 Bier, Mehlsuppe.
Waggis
Nicht für Vegetarier




Montag, 23. Februar 2015

Run and GoPro

Das war die Woche 8 des Jahres und kam auf ein Pensum von 42 km in der Woche. Idealerweise sollte ich jetzt diesen Pensum beibehalten (Minimum WochenKm).

Gestern war Sonntag und ging ich Laufen. Es waren 12.25 km mit einer Höhendifferenz vom 360 m. Ich konnte einigen lockeren Phasen nutzen um meine GoPro ausprobieren.

Was gibt es schöner für ein Sportler als ein Foto von sich zu erhalten, voll im Bestleistungsmoment mit angespannten Muskulatur, Hintergrund unscharf, das Model, der Sportler gestochen schön, im Zentralpunkt...
Leider ist es ein schwieriges Unterfangen: meistens gibt es ein hässliches Gesicht, Beinen falsch platziert, unscharf... Solche Bilder sieht man oft, sieh Sportfotos der Volksläufe, die man uns auf jeden Preis verkaufen will...

Für mich, bleibt es nicht anders übrig, als Glück zu haben, und auf ein schönes Foto von mir zu warten.

Experimente mit GoPro

GoPro Hero3+ Black edition
 

Ich bin von den genialen Bildern aus GoPro-Kameras angesteckt gewesen. Ich habe schon mit der GoPro, Gopro Hero 2 und die GoPro Hero 3 Black Edition fotografiert. Ich habe kleine Filme und Fotos auf der Strasse, am Meer, im Pool, Jetsky, Seilpark, Canyioning, Paraseiling, Aquapark, ... gemacht. Eignet sich eine GoPro für einen Läufer um eigene Sporttätigkeit zu dokumentieren? Nun habe ich selber getestet. Hier ein paar Resultate:


Start

Holzbrücke (nah Grün 80)

Fazit

Die GoPro ist eine sehr gute Kamera. Jedoch ist die bei Running eine Gewichtsbelastung, wenn sie ganz normal in die Hand genommen wird. Noch existieren zahlreiche Befestigungsaccessoires. Ich werde weitere andere Foto-Möglichkeiten ausprobieren.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Running by Night

Kraftwerk Birsfelden
Kraftwerk Birsfelden

Ja, ich hab noch nicht die 6min/km erreicht, ich bin immer noch zu schnell; aber ich gebe mir Mühe. Hier, ein paar Impressionen der kühlen Running-Nächte...

Kraftwerk Birsfelden
Über den Rhein - Kraftwerk Birsfelden

Birsköpfli Brücke
Birsköpfli Brücke